[lifestyles of the rich and the famous]

# 345

M: Stellt ihr euch manchmal vor, dass ihr einen Preis bekommt?
S1, S2, J: Jaaa!
M: Was wäre euer Preis?
J: Nobelpreis natürlich.
M: Friedensnobelpreis? Physiknobelpreis?
J: Literaturnobelpreis.
S1: Oscar.
M: Bester Hauptdarsteller?
S1: Bester Nebendarsteller. Das ist cooler.
S2: Also ich auch den Oscar: Bestes adaptiertes Drehbuch, nach einem Buch das ich selbst geschrieben habe. Wobei ich den Nobelpreis jetzt auch ganz gut finde. Da trifft man den König.
J: Stimmt! Muss man vor dem einen Knicks machen? Dann muss ich das noch einbauen...
M: Ich nehm den Kisch. Den Kisch für die Ehre. Und den Oscar für die Party. Und eigentlich hätte ich auch gern den fürs Beste Drehbuch. Aber manchmal gewinne ich auch als Beste Hauptdarstellerin.

[nach etwa fünf Minuten]

S1: Und stellt ihr euch auch manchmal vor, was ihr sagt?
S2, M, J: Jaaa!
S1: So mit vorm Spiegel stehen und so?
S2, M, J: Jaaa!
S1: Ich auch. Ichauchichauch. Ich habe dann immer einen Akzent wie Emma Thompson als sie 1995 gewann.
M: Also ich varriiere Akzente, ganz abhängig davon, für welchen Film ich gewinne.
S2: Wenn du die Dankesrede hältst, hast du dann auch was in der Hand?
M: Nein. Du?
S2: Klar!
M: Und was?
S2: Was so da ist. Deoflasche zum Beispiel.
S1, M, J: Deoflasche?!
S2: Ja. Oder so.
S1: Weiß dein Freund eigentlich davon?
S2: Natürlich nicht! Ich gewinne immer nur, wenn er gerade nicht Zuhause ist.
S1, M, J: Muhahahaha.
M: Wem dankst du?
S2: Meinem Freund natürlich.
S1, J, M: Muhahahaha.
M: Ich danke immer Meryl Streep. Egal wofür ich gewinne. „Ihr allein dabei zuzusehen wie sie ein Pastrami-Sandwich isst, ist der beste Schauspielunterricht den ich je hatte.” Das hat Uma Thurman mal gesagt. Aber wenn ich schon den Oscar gewinne, dann kann ich eben so gut auch Uma Thurman sein.
S2: Hast du auch ein Verlierergesicht? Also ich habe eine Verlierergesicht. Dann klatsche ich bewusst langsam und wende mich meinem Freund zu.
M: Kein Verlierergesicht. Aber weißt du, was ich mir vorstelle? Wie ich den Orchestergraben dabei unterbreche zu spielen und sage: „Stop! Ich gewinne diesen Preis nur einmal im Leben!” Hahahahaha.
J, S1, S2: Schweigen.

[M. ist zu weit gegangen. S1, S2 und J wechseln das Thema. M. beschließt, ihnen nicht zu danken, wenn sie den Oscar gewinnt.]

[a work in progress]

# 344

Dinge die in mir etwa das gleiche Gefühl auszulösen, wie vor rund 40 Leuten etwas vorzulesen über das möglicherweise keiner dieser 40 Leute lachen könnte.

1. Wenn ich meine Internet-Rechnung aufgrund eines Ladefehlers nicht abrufen kann, ein Ladefehler der sich immer nur bei dieser bestimmten Seite einstellt. Das passiert mit schrecklicher Regelmäßigkeit – jeden Monat am 11. wenn die Rechnung online gestellt wird – und seit ungefähr einem Jahr. Vor ungefähr einem Jahr hatte ich nämlich mal eine Internetrechung über 500 Euro. Ich kann bis heute nicht erklären wie das passieren konnte. Naja, könnte ich schon. Aber nicht im Internet.

2. Drei „Anrufe in Abwesenheit” von meiner Mama: erst im Büro, dann auf dem Handy, fünf Minuten später noch mal auf dem Handy. Ich: Ohgottmeinvateristvombaugerüstgefallenundhatsichbeidebeinegebrochen. Mama: Ich wollte dir nur sagen, dass mein Zug zehn Minuten Verspätung hat.

3. Wenn ich über einen Witz lache ohne ihn verstanden zu haben, der Erzähler des Witzes genau weiß, dass ich den Witz nicht verstanden habe und DANN auch noch sagt, wie nett er es findet, dass ich trotzdem lache.

4. An der Kasse bei Rewe mit einem Einkauf in der Höhe von, lassen wir es: 54,33 sein, zu bemerken, dass ich meine EC-Karte vergessen habe, leider auch kein Bargeld in der Tasche ist, ich der Kassiererin meine Kreditkarte rüberschiebe, die Kassiererin sagt, dass bei Rewe keine Kreditkarten akzeptiert werden, was ich natürlich weiß, aber trotzdem Entrüstung vortäusche und unter den bösen Blicken der 10 Leute in der Schlange hinter mir schnell genug flüchte, um nicht mehr mitzubekommen wie die Kassiererin Waren im Wert von, sagen wir: 54,33, EINZELN stornieren muss.

5. Als ich, da wohnte ich noch mit fünf anderen Leuten in einem sehr, sehr hellhörigen Haus zusammen, über Kopfhörer auf voller Lautstärke ein Lied von Alanis Morrisette hörte. Und stumm mitsang. Und die Tür aufging. Und ich nichts davon merkte. Und meine Mitbewohnerin mir etwa eine halbe Minute beim Mitsingen (okay: und Tanzen) zusah, ohne, dass ich etwas davon mitbekam. Es können auch fünf Minuten gewesen sein. Wenn es fünf Minuten waren, dann bin ich ihr sehr dankbar, dass sie's mir nie gesagt hat. Und mich nicht auslachte, als ich schließlich bemerkte, dass mir jemand dabei zusah als ich so tat, als würde ich vor 10,000 Leuten auftreten.

Suche

 

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

oh, dear. [bin anfang...
oh, dear. [bin anfang april in b. du vielleicht auch?]
misscaro - 25. Feb, 15:42
# 426
Man könnte jetzt so viele Dinge schreiben über...
miss m. - 20. Feb, 00:38
# 425
FIFTY YEARS OF POPULAR SONGS CONDENSED INTO SINGLE...
miss m. - 10. Nov, 10:51
It was a joke. A JOKE!
It was a joke. A JOKE!
miss m. - 19. Okt, 13:29
moms and gays?
moms and gays?
nyck - 17. Okt, 22:05

Status

Online seit 1809 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 25. Feb, 15:42

[a work in progress]
[cohabitation]
[cruise, tom cruise]
[footie]
[gems]
[genealogy]
[hab ich im internet gefunden]
[habitation]
[happy happy]
[lifestyles of the rich and the famous]
[linkalicious]
[oh dear]
[rage]
[rsvp]
[sometimes i wish i worked for a men's mag]
[soundtrack]
... weitere
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren