[cohabitation]
# 144
Telefon klingelt: J. aus dem sechsten Stock.
Ich: „Hallo. Was gibt's?"
J.: „Hi, ich brauch mal die Nummer von diesem Friseur."
Ich: „Warte, muss ich kurz googeln."
J.: „Was machst du gerade?"
Ich: „Schreibe ein E-Mail."
J.: „Immer wenn ich anrufe, schreibst du gerade ein E-mail. Oder du gehst nicht ran, weil du im Kino bist."
Ich: „Ha! Mal abgesehen davon, dass ich die Filmredakteurin bin und ins Kino MUSS, ist das ist eine glatte Lüge."
J.: „Du kümmerst dich nicht um mich."
Ich: „Ich hab ja auch zu tun."
J.: „Ach, und was?"
Ich: „Wenn ich nicht gerade die Telefonnummern von Friseuren für dich raussuchen muss? Arbeiten. Hier ist die Nummer…"
Zehn Minuten später, das Telefon klingelt: J.
Ich: „Kann grad nicht."
J.: „Nur ganz kurz: Hast du gerade die E-Mail gelesen? Im März finden die nächsten Betriebsratswahlen statt. Ich finde, wir lassen uns aufstellen."
Ich: „Ja, toll."
J.: „Morgen abend setzen wir uns zusammen und schreiben ein Konzept."
Ich: „Mhm."
J.: „Ein Pamphlet!"
Ich: „Aha."
J.: „Und weißt du, was wir als Erstes fordern? Weniger Kinobesuche, damit mehr Zeit bleibt, wichtige Mails zu schreiben."
J. legt auf.
Zwei Sekunden später, ich rufe J. an:
Ich: „Arsch!"
J.: „Selber. Ich habe einen Friseurtermin, Samstag um zehn."
Ich: „Soll ich's mir in meinen Kalender schreiben, damit du's nicht vergisst?"
J.: „Wirklich sehr witzig. Tschüss."
Ich: „Tschüss."
Halbe Stunde später: J. ruft an.
J.: „Gehst du mit mir Mittagessen?"
Ich: „Kann nicht. Muss ins Kino."
J.: „Arsch!"
So kann man sich stun-den-lang beschäftigen, stundenlang.
Ich: „Hallo. Was gibt's?"
J.: „Hi, ich brauch mal die Nummer von diesem Friseur."
Ich: „Warte, muss ich kurz googeln."
J.: „Was machst du gerade?"
Ich: „Schreibe ein E-Mail."
J.: „Immer wenn ich anrufe, schreibst du gerade ein E-mail. Oder du gehst nicht ran, weil du im Kino bist."
Ich: „Ha! Mal abgesehen davon, dass ich die Filmredakteurin bin und ins Kino MUSS, ist das ist eine glatte Lüge."
J.: „Du kümmerst dich nicht um mich."
Ich: „Ich hab ja auch zu tun."
J.: „Ach, und was?"
Ich: „Wenn ich nicht gerade die Telefonnummern von Friseuren für dich raussuchen muss? Arbeiten. Hier ist die Nummer…"
Zehn Minuten später, das Telefon klingelt: J.
Ich: „Kann grad nicht."
J.: „Nur ganz kurz: Hast du gerade die E-Mail gelesen? Im März finden die nächsten Betriebsratswahlen statt. Ich finde, wir lassen uns aufstellen."
Ich: „Ja, toll."
J.: „Morgen abend setzen wir uns zusammen und schreiben ein Konzept."
Ich: „Mhm."
J.: „Ein Pamphlet!"
Ich: „Aha."
J.: „Und weißt du, was wir als Erstes fordern? Weniger Kinobesuche, damit mehr Zeit bleibt, wichtige Mails zu schreiben."
J. legt auf.
Zwei Sekunden später, ich rufe J. an:
Ich: „Arsch!"
J.: „Selber. Ich habe einen Friseurtermin, Samstag um zehn."
Ich: „Soll ich's mir in meinen Kalender schreiben, damit du's nicht vergisst?"
J.: „Wirklich sehr witzig. Tschüss."
Ich: „Tschüss."
Halbe Stunde später: J. ruft an.
J.: „Gehst du mit mir Mittagessen?"
Ich: „Kann nicht. Muss ins Kino."
J.: „Arsch!"
So kann man sich stun-den-lang beschäftigen, stundenlang.
miss m. - 14. Dez, 00:19
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