[lifestyles of the rich and the famous]

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# 417

Seit heute weiß ich auch, warum sich ein Job bei der U.S. Vogue lohnt. Und zwar für die zwei Sekunden im SATC-Film, in denen man SJP das Hochzeitskleid richten darf (in diesem Fall: ALT).

OMG!

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# 410

Welcome to the Oscars! Oder: Die Oscarnacht auf ProSieben mit Steven Gätjen. Egal.

Der Freund von Anne Hathaway ist... Franjo Pooth?!

Steven Gätjen. „Wir sind live dabei mit den Machern von „Die Fälscher” zu sprechen.”

Geht es nur mir so oder klingt John Travolta immer mehr (immer schon?) wie Bill Clinton?

Interviewer: „You’re probably one of the coolest guys in Hollywood.”
GEORGE: „I think so, too.”
Interviewer: „Before, people wanted to be Cary Grant. Not they want to be you.”
GEORGE: „Because Cary Grant is dead and nobody wants to be dead.”
Interviewer: „I said to you: This is your best performance, yet.”
GEORGE: „I thought I was good in Ocean’s 13, too.”

Er haut sie raus wie ein Blackjackdealer seine Karten. Wenigstens hat er es bisher geschafft, keinen Witz über „Batman & Robin” zu machen.

Der Stylist von Saoise Rowan ist... Michael Flatley?!

Jason Reitman hält seine Dankesrede schon mal auf dem roten Teppich. Schlau. Er hat eh keine Chance. Ich sage: Die Coens werden’s.

Bisher alle enttäuschend gut gekleidet. Nur Helen Mirren sieht aus wie ein aufwendig verpacktes Weihnachtsgeschenk. Aber sie ist Helen Mirren, sie darf alles.

Steven Gätjen: „Dort. Steve Gutenberg. Mit gefärbten Haaren. Auch interessant.“

Ruby Dee demonstriert den Vorteil am Älterwerden: alle Jüngeren sind viel zu höflich, um einen vom Reden abzuhalten.

Florian Henckel von Donnersmarck demonstriert den Vorteil an der Lautlos-Taste auf der Fernbedienung.

Moment mal. Gary Busey lebt noch?

Endlich! Wenn man schon auf Cher, Björk und Gwyneth Paltrow verzichten muss, kann man sich wenigstens darauf verlassen, dass Cameron Diaz in ein Bettlaken gewickelt erscheint. Andererseits: In den Lagen kann man gut eine 500 Gramm-Packung gesalzene Erdnüsse verstecken. Für die man in ungefähr 30 Minuten sehr dankbar sein wird.

Erste Reihe: Jack. Wie immer. Ich glaube, Jack glaubt, die Oscars finden nur für ihm statt. Irgendwie tun sie das ja auch.

Aber: hat er gerade Tommy Lee Jones „my good friend Harvey Keitel” genannt? Wah!

Jon Stewarts Eröffnungsmonolog. Streiken seine Schreiber noch?

Erster Oscar: Bestes Kostümdesign. Nur noch gefühlte sieben Stunden bis zum Ende.

Jon Stewart guckt einen Film auf seinem... iPhone. Wie? Product placement bei den Oscars? Skandal!

Pardon, aber allmählich geht mir Katherine Heigl auf die Nerven.

Und der Gewinner für Bestes Make-Up: trägt Horst Schlämmers Perücke.

Erster nominierter Song. Amy Adams: 1, Menschenwürde: 0.

Kurzer Zwischenstand. Eine Nominierung für „Norbit”, ein Auftritt von The Rock, eine Anmoderation von Miley Cyrus. Welcome to the 2008 MTV Movie Awards!

Bester Nebendarsteller: PhilipSeymourHoffmanPhilipSeymourHoffmanPhilipSeymourHoffman... Javier Bardem. Auch gut.

Irgendwie tragisch: dass man mit jedem Clip von Cuba Gooding Jr.'s sensationeller Oscar-Rede daran erinnert wird, dass er mittlerweile den Laureus Sports Award moderiert.

Ich komm noch drauf, aus welchem Film die Bühne stammt: Eraserhead? Total Recall? Minority Report?

Ich beantrage hiermit, Alan Arkin als Opa zu adoptieren.

Beste Nebendarstellerin: Tilda. Nein, Cate. Nein, Tilda. Nein... Doch! Tilda! Und sie schafft es, in ihrer Rede die „buttocks” ihres Agenten unterzubringen. Toll.

Josh Brolin und James McAvoy präsentieren Bestes Adaptiertes Drehbuch. Mit einem Tänzchen. Die neuen Affleck und Damon? Nur besser. Überhaupt: James McAvoy.

Die Coens gewinnen den ersten Oscar des Abends. Bestimmt freuen sie sich innerlich.

Ich mag ihn, aber: mit jeder Moderation gewinnt Jon Stewart an Bedeutungslosigkeit.

Und als dritter nominierter Song: Das Abendprogramm der Aida.

3:40 Uhr. Der erste Witz über Angelinas Babys.

Seth Rogen und Jonah Hill... als Halle Berry und Judi Dench? In Worten nicht wiederzugeben. Sie hätten den beiden gleich die ganze Moderation überlassen sollen.

„Bourne Ultimatum” gewinnt irgendwas mit Schnitt. Warum war eigentlich Matt Damon nicht als Bester Darsteller nominiert? Hat schließlich auch nicht mehr geredet als Daniel Day-Lewis.

Beste Schauspielerin. Dabei ist es erst 4 Uhr.

Marion!!!!!!!

„Der are some angels in dis city.” Gott, ist sie rührend.

Natürlich hätte man als Leinwand auch Nicole Kidmans Stirn nehmen können.

Der Johannes Heesters, ähm, Honorary Oscar für einen 98-Jährigen. Irgendwo im Raum denkt Hal Holbrook: Ich bin nicht der Älteste!

Once gewinnt Bestes Lied. Nach zweieinhalb Stunden so etwas wie Begeisterung im Publikum. Jon Stewart beweist Größe und holt Marketa Irglova zurück auf die Bühne, nachdem das Orchester sie unterbochen hatte. Guter Mann.

Würde es Cameron Diaz umbringen, ihre Haare zu kämmen? Nur einmal? Nur zur Oscarnacht?

Und: Könnten sie bei der In Memoriam Montage nur einmal bis zum Schluss abwarten und erst dann klatschen?

Ich nehme alles zurück. Amy Adams ist fabelhaft.

Tom Hanks hat sich oder irgendjemand anderen ungefähr vor fünf Jahren zum letzten Mal ernst genommen.

Ich beantrage hiermit, Diablo Cody zu heiraten.

Und der Beste Darsteller: Daniel Day Lewis. Hätten wir das auch hinter uns gebracht.

Beste Regie: die Coens – check. Bester Film: die Coens – check.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Oscars, endet die Verleihung... zu früh?

Vier Stunden, 175 Gramm Maltesers, drei Tassen Kaffee, ismirschlecht. Nächstes Jahr dann vielleicht doch wieder die Dankesreden auf YouTube.

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# 408

Erster Gedanke nach der Nachricht von Heath Ledgers Tod: Während der „In Memoriam”-Montage bei den Oscars wird er den meisten Applaus bekommen. Zweiter Gedanke, auch nicht besser: junger Schauspieler stirbt an Überdosis. Ist das nicht ein bisschen 1993?

Dritter Gedanke, nach 1 und 2 absolut überflüssig: Das Video davon, wie er auf der Bahre aus dem Haus geschoben wird, guck ich mir jetzt anstandshalber aber nicht an.

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# 392

Nach sieben mal sechs Minuten „Victoria Beckham: Coming to America” konnte bei der Zuschauerin leider nur noch der Hirntod festgestellt werden.

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# 385

Bring some sex appeal to the idea of wanting to change the world.

Dazu fiele mir so vieles ein. Nichts davon nett.

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# 369

Gestern auf dem Weg nach Schönefeld steigt am Ostbahnhof eine von den letzten zehn bei Deutschland sucht den Superstar, nee, Let's Dance!, Quatsch, Popstars ein, jedenfalls die mit den ganz langen, ganz glatten blonden Haaren und der Gottfried-John-Nase, die ihr aber, haha, zu Gesicht steht, setzt sich mir gegenüber und ich: Woher kenn ich die? Bestimmt waren wir zusammen auf der Schule. Ist es jetzt peinlicher, sie anzusprechen, weil wir mal zusammen auf der Schule waren? Oder nicht anzusprechen, obwohl wir mal zusammen auf der Schule waren? Dann in letzter Sekunde – puh! – gemerkt, dass wir uns gar nicht kennen, nur ich sie aus dem Fernsehen. Ab da natürlich immer wieder hingeguckt. Aber so total extra unauffällig. Gedacht: Ob Berühmtheiten wohl irgendwann einen Blick dafür entwickeln wenn einer versucht, ganz unauffällig zu gucken?

Sie: Bisschen in der Bravo geblättert, bisschen SMS getippt, frisch gekauftes Glitzerarmbändchen angelegt und später dann, nur mit Handtasche und H&M-Tüte auch in die German-Wings-Maschine nach München gestiegen.

Das irgendwie bemitleidenswert gefunden. Wobei ich genau wie sie nur mit Handtasche und Plastiktüte in den Billigflieger nach München gestiegen bin. Nur dass ich eben noch nie der Star einer Fernsehshow war. Und vielleicht ist das Bekloppteste am mal für zehn Sekunden berühmt gewesen sein ja, dass Menschen die einen überhaupt nicht kennen Mitleid mit einem haben und man dieses Mitleid überhaupt nicht braucht, weil es einem ganz egal ist, ob man jemals für zehn Sekunden berühmt war.

Vielleicht.

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# 365

A few lingering questions about Oscar night, Part 2, memorable moments / youtube edition (Part 1 here):

Steven Gätjen?

Cameron Diaz: One 4x4 inch piece of fabric away from being my seventh grade quilting project?

Loving Ellen. But did she have to bring out the tambourine? She's not Billy Crystal. Though I'm not saying that that might be preferable.

Interpretive dance? Are you kidding?

Wow-how! Jack Nicholson – the new Britney Spears?

How cute is Abigail Breslin?

Is Jennifer Hudson ill? As in sick? She looks ready to throw up.

Why is Beyoncé clapping as if her manicure was still drying?

George!

But, George, why did you have to colour your hair?

How did Marky Mark, underwear model turn into Mark Wahlberg, actor?

Looking good though.

Yet more of the interpretive dancing?

Will Ferrell: One inch of hair away from being Gene Wilder?

Could Helen Mirren have looked any more pleased when they wanted to take her home with them?

But she is rather wonderful.

Not quite as wonderful as Meryl Streep, who should have won for best actress, if only for the acceptance speech, because this year's Oscars is kind of lacking in great acceptance speeches.

Though it's certainly not lacking in interpretive dance.

On a sidenote: How great would it have been, if they had gotten, say, Robin Williams to do the interpretive dancing?

Half-way through and already I'm pining for something a little more Robin Williamesque. And this is only the roundup.

Though he might not have pulled off hoovering the carpet in front of Gwyneth Paltrow quite as smoothly as Ellen did.

Speaking of Gwyneth: Are sunken tits making a comeback?

Al Gore – giving new meaning to „it's not easy being green”? It certainly isn't very funny.

Cate Blanchett: One tailfin away from appearing in Splash – Swimming Against the Tide?

How many different Mexican-as-done-by-an-American ways are there to pronounce Innaritu? Not that I'd know how to pronounce it correctly. But Inrrrritu doesn't sound right. Nor does Im-a-rid-u. Which sounds a bit like a name for hair removal creme.

Speaking of hair: Did John Travolta borrow Ben Affleck's hairpiece fom Pearl Harbour?

Is aging the new agent?

Isn't it weird how Forest Whitaker made almost the exact same acceptance speech that Ellen suggested one should make in her opening monologue?

Bless him though.

George Lucas: One red overcoat away from being Santa Claus?

Would Lucas, Spielberg and Coppola have come, if it hadn't been so damn certain that Scorsese would win?

How cute is Martin Scorsese?

Dane Keaton: one whitewine spritzer away from breaking into interpretive dance?

Could someone not have matte-powdered Jack Nicholson's head before letting him on stage? Please?

Think that the titlemusic from The Departed is available as a ringtone? It's kinda neat.

Also? Das Leben der Anderen. Woo-hoo.

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# 364

Das schnell vorab:

Als André Leon Talley Jennifer Hudson auf dem roten Teppich atemlos zur Wahl ihres Kleides gratulierte, das er ihr ausgesucht hatte, war ich SO kurz davor, doch die ganze Show zu gucken.

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# 362

Mit leichter, aber zu erwartender Verspätung:

Berlinale.

Eigentlich habe ich keine Lust.

Natürlich habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich eigentlich keine Lust habe. Die Berlinale ist eine Veranstaltung die dazu verpflichtet, Lust darauf zu haben. Weil: Roter Teppich! Stars! Champagner! Würde man also sagen: Och, lieber würde ich die Berichterstattung zu Hause vor dem Frühstücksfernsehen machen, würden die Leute denken: Die spinnt wohl. Berlinale, ey. Roter Teppich! Stars! Champagner!

Also noch mal: Berlinale. Geilo!

Am Akkreditierungscounter hinter einer handvoll Spanier und vor zwei Däninnen gestanden, die – bei den Spaniern nehme ich es an, bei den Däninnen weiß ich es – die Filme des Tages diskutieren, ob schlecht, ob gut, ob in der letzten Szene nicht eine andere Kameraeinstellung besser gewesen wäre.

Jedes Jahr wenn ich am Akkreditierungscounter stehe, hinter und vor irgendwelchen Menschen, die schon ein paar Tage hinter sich haben, passiert das Gleiche. Ich bin drin. Ist ein bisschen wie Karaoke: Erst will man nicht. Und wenn man sieht, dass alle anderen auch wollen, will man plötzlich doch.

„Und, was sagt ihr von der Presse zu Vanity Fair?”

Der erste Abend ist gut. Wegen ihm. Weil der erste Abend immer gut ist. Man ist noch unverbraucht. Zudem: Die allernetteste Presseveranstaltung an dem Abend. Alle wieder getroffen. Hey, du hier, wie geht's, wen triffst du, gute Interviews? Innerhalb von zwei Stunden sämtliche verplanten Treffen und vertagten Mittagessen des letzten Jahres nachgeholt. Supereffektiv!

Direkt zu viel Rotwein gesoffen. Rotwein und Bier. Morgens zum ersten Mal seit dreizehneinhalb Jahren Nasenbluten gehabt.

Robert De Niro gibt eine Pressekonferenz und sagt nichts. Bewundernswert, wie sehr sich dieser Mann verweigert. Einerseits. Andererseits: Wenn man zu seinem eigenen Film schon nichts zu sagen hat, dann sollte wenigstens der Film eine Aussage haben. Wenn diese Aussage ist, dass Matt Damon gefühlte vier Stunden nicht mit Angelina Jolie schläft, dann hatte ich De Niro glatt unterschätzt.

Auch auf der Pressekonferenz: Martina Gedeck. Weil sie eine deutsche Schauspielerin ist und es sich hierbei um ein deutsches Filmfestival handelt. Matt Damon sieht wie immer aus wie ein Ministrant. Angelina Jolie ist nicht da. Brad Pitt auch nicht. Der hat zwar mit dem Film nichts zu tun, aber mit Jolie und schließlich haben sich die beiden gerade ein 600 Quadratmeter-Loft in Mitte gekauft, hätte man da nicht? Nein, hätte man nicht.

Das mit dem Loft stand ja in Vanity Fair.

Großer Mann mit Pferdeschwanz: „Name?”
Ich: „Frau S.”
Großer Mann mit Pferdeschwanz: „Aha, aha. Zeitschrift?”
Ich: „A.”
Kollege im Hintergrund: „Die mit der Hammerauflage, höhö.”
Ich: „Ha!”
Großer Mann mit Pferdeschwanz: „Dass die Kollegen von der A. aber auch immer denken, sie kommen überall rein. Tststs. Nächstes Mal mit Visitenkarte, ja?”
Ich: „Klar.”

Erstens: Die Kollegen von der A. denken, sie kommen überall rein? Huh? Was? Wer sind diese Kollegen? Wo sind sie? Warum weiß ich nichts von diesen Kollegen? Zweitens: Visitenkarten zu Hause vergessen. Na toll.

Beim Medienboard Berlin-Brandenburg, das viel lustiger ist, als der Name vermuten lässt, an vermischten Jungschauspielern aus Berlin-Brandenburg vorbei plötzlich die Jacob Sisters gesehen. In miamibeachhotelgrünen Hosenanzügen. Mit weißen Zwergpudeln. Die Frage, ob die das ernst meinen, oder ob es sich dabei um einen Versuch in Post-Ironie von Seiten des Veranstalters handelt, wird nicht geklärt.

Die Dame von der PR sagt dann noch, dass der Teppich im Ritz-Carlton schon deshalb indiskutabel ist, weil er von den Kleidern der Damen ablenkt.

„Und, was sagen Sie zu Vanity Fair?”

Weiter zu „Karl Lagerfeld cordially invites you…” auf Büttenpapier. Wieder mal festgestellt, dass die Exklusivität der Einladung in umgekehrtem Verhältnis zur Spaßigkeit der Party steht. Da steht man dann zwischen sauteuren Klamotten rum, weil die Party natürlich in DEM Klamottenladen überhaupt in Berlin veranstaltet werden muss, während ein wahrscheinlich extra aus Paris eingeflogener DJ bisschen Elektro spielt, und man versucht wenigstens etwas betrunken zu werden. Auftritt: Karl! Kameras, Fotografen, und alle versuchen, nicht zu gucken. Die Blechschmidt beugt sich zu ihm runter, Küsschen rechts, Küsschen links, einen Tag lang die Blechschmidt sein, das wär schon was. Als Karl! geht, kommt die Elsner – winzig, in fellweiß – an und wird von Karls! gay mafia Gefolge durch die Tür wieder nach draußen geschoben. Das könnte was bedeuten, muss aber nicht.

An der Garderobe gefragt worden, ob man nicht in „Rosenstrasse” mitgespielt hat? Nee. Aber du bist doch Schauspielerin? Nee, nee.

Seufz.

Obwohl: Der Kleine war ja höchstens 21.

Und hat mich wahrscheinlich verarscht.

Seufz.

Premiere „Die Fälscher”. Dritte Party am zweiten Abend, der Zeitpunkt, ab dem man Salzstangen als Partyfood als inakzeptabel empfindet.

„Die People's Night war jedenfalls sehr langweilig. Aber der Champagner war schön kalt, wie immer. Das können die im Borchardts ja, dass der Champagner immer so schön kalt ist.”

Im Pressezentrum an der von Rehlingen vorbei gegangen. Besser gesagt: Sie an mir. Handy am Ohr, Sevenforallmankindoderso Jeans, wichtig. Kurz darüber nachgedacht, wie es wohl wäre, die von Rehlingen zu sein.

Lieber nicht.

„Schon gehört, Vanity Fair ist vergriffen?”

Beim Berlinale-Starbucks den Wortwechsel „So... Sundance!” „Yeah, Sundance.” überhört. Mit M. vorgestellt, im Berlinale-Starbucks ein Gespräch mit dem Satz „And then Clint said to me...” anzufangen.

Sharon Stone, die in einem „straight to DVD” (M.) Indiestreifen eine verhärmte Ehefrau spielt, redet auf der Pressekonferenz ausschweifend darüber, dass die moderne Gesellschaft es den Menschen nicht erlaubt, sich schlecht zu fühlen und sie stattdessen mit glücklich machenden Medikamenten versorgt. Das ist schon sehr deep.

Kollege W. will sie fragen, ob sie den Golden Raspberry Award persönlich entgegen nehmen wird. Traut sich 25 Minuten lang nicht. Schade.

ZDF. Kleines Fernsehspiel. Ein verbazter Laden irgendwo in Mitte. Draußen von einem wie für Mitte gecasteten Pärchen – selbst oder von Mutti gestrickte Wollmützen, Parka, Bierflasche in jeder Hand – was drinnen denn los sei. Drinnen: Brezen mit drei Sorten Butter, Kräuter, Knoblauch, Chili. Kalter Rotwein. Die lieben Kollegen. Katharina Schüttler, die so frisch aussieht, dass man ihr das Bier wegnehmen und eine Apfelschorle hinstellen möchte. Richy Müller, der Rasta trägt. Und ein deutscher Schauspieler, der aussieht wie der junge De Niro, aber mehr redet. Mhm.

Nachts. Schlaflosigkeit. Auch nach drei Tagen den Ausschaltknopf für die Klimaanlage nicht gefunden, dafür das Book of Mormon in der Nachttischschublade. Auf RBB die Pressekonferenzen angeguckt, die man tagsüber verpasst hat. Cate Blanchett ist unwirklich schön. Judi Dench sagenhaft lustig. Ob britische Damen einen Vertrag unterschreiben müssen, der sie ab eines gewissen Alters zur Witzigkeit verpflichtet?

Julie Delpy sieht in ihrer Verschafenheit Verschlafenheit ausgesprochen französisch aus, so sehr, dass man sich die ganze Zeit für die ausgesprochen geschmacklos eingerichtete Suite des Maritim entschuldigen will. Mit ihr eine halbe Stunde über die Liebe geredet. Die Delpy sagt: Es wird alles gut enden.

Der Taxifahrer fragt, wie sich ein Interview in vier Tagen bezahlt macht, weil, ich sach mal, wenn ich in vier Tagen nur einen Gast hätte, würd sich das nich rechnen.

Darauf weiß ich dann auch nichts mehr zu sagen.

Wieder in München und alle: Wie war's? So viele Stars dieses Jahr, nicht? Alle sind gekommen. Und die Partys? Jetzt sag schon! Die Moet-Party muss ja der Hammer gewesen sein.

Und ich: Wieder alles verpasst. Wieder nicht im Borchardts gewesen. Auch nicht bei Moet. Natürlich schlechtes Gewissen gehabt.

Übrigens: Nur noch sechs Tage bis zu den Oscars.

Nachzulesen dann in Vanity Fair.

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# 359

Die Mischung aus Ekel, Faszination, Ungläubigkeit und – oha! – Mutterinstinkt während man Peter Doherty dabei zusieht, wie er sich eine Spritze setzt. Und drückt. Und drückt. Und drückt. Müsste er nicht langsam mal tot sein? So zur Abwechslung?

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