Sonntag, 9. Juni 2013

...

Seit drei Wochen arbeite ich nun schon an meinem Fernstudium Sozialpädagogik. Ich glaube, das ist genau das richtige für mich.

Was ich in den nächsten Wochen wohl viel zu oft sagen werde?

"Tuschen, tuschen, tuschen!"

oder

"Ich kann keine Competition machen ohne meine Tasche."

oder

"Du muss kämpfen für Heidi!"

Ich befürchte, es wird Satz Nummer 2.

Ich kann mich jetzt schon nicht mehr hören.
miss m. - 2. Mrz, 11:50
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[soundtrack]
# 368
Ein Album von Travis braucht man ja heutzutage auch nicht mehr.
miss m. - 28. Feb, 17:20
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[a work in progress]
# 367
Früher, etwa 5.–11. Klasse, gab es beim Einsteigen in den Bus eine präzise Abfolge, die zwar niemand je festgelegt hatte, aber die dennoch so wenig in Frage gestellt wurde wie, sagen wir: die Evolutionstheorie.

Zuerst stiegen die Mathe-Asse ein, immer zu zweit, um der peinlichen Situation zu entgehen, am Ende alleine dazusitzen. Sie belegten die Reihen eins bis sechs. Dann kamen die Mathe-Asse, die gleichzeitig auch Handballer, also ranghöher waren und es sich leisten konnten, auch mal alleine in den Bus zu steigen, denn anders als bei den Matheassen ohne Handballbonus würde sich schon jemand neben sie setzen. Dazwischen setzten sich die kleinen Punks mit Anarchie-A auf ihren Fjällräven-Rucksäcken, denen es scheißnochmalegal war, ob jemand neben ihnen saß, lieber war es ihnen sogar, wenn sie niemand beim Alleinsein störte. Dann kamen die Mädchencliquen, je hübscher, umso näher saßen sie in Nähe der letzten Sitzreihe, auch immer zu zweit, damit sie sich die Hörer von ihren Walkmans, dann Discmans, teilen konnten. Es lief The Cure. Immer. Und schließlich: die Skater und Sprayer und ihre Freundinnen, die nie zu einem strategisch günstigen Zeitpunkt in den Bus einsteigen mussten, weil die letzte Sitzreihe sowieso für sie reserviert sein würde, von wo aus sie Apfelbutzen in die Reihen eins bis sechs werfen und den hübschen Mädchen an den Haaren ziehen konnten. Die letzte Reihe – in Stader Stadtbussen und auf jeder Klassenfahrt in den Harz der Platz der Könige.

Zu meinem Rang in dieser Sitzordnung nur so viel: Ich war in der Schach-AG. Und setze mich heute mit irritierender Zielstrebigkeit auf jeder Busfahrt in die letzte Reihe.

Vielleicht fahre ich deshalb lieber U-Bahn.

Seufz.
miss m. - 28. Feb, 15:50
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# 366
Warum ist es eigentlich so, dass die Musik, die man beim U-Bahnfahren aus den Ohrstöpseln der anderen mithören kann, nie Musik ist, die einem selbst auch gefällt?

Aus den Ohrstöpseln der Anderen – der neue Film von Florian Henkel von Donnersmark!
miss m. - 28. Feb, 13:47
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[lifestyles of the rich and the famous]
# 365
A few lingering questions about Oscar night, Part 2, memorable moments / youtube edition (Part 1 here):

Steven Gätjen?

Cameron Diaz: One 4x4 inch piece of fabric away from being my seventh grade quilting project?

Loving Ellen. But did she have to bring out the tambourine? She's not Billy Crystal. Though I'm not saying that that might be preferable.

Interpretive dance? Are you kidding?

Wow-how! Jack Nicholson – the new Britney Spears?

How cute is Abigail Breslin?

Is Jennifer Hudson ill? As in sick? She looks ready to throw up.

Why is Beyoncé clapping as if her manicure was still drying?

George!

But, George, why did you have to colour your hair?

How did Marky Mark, underwear model turn into Mark Wahlberg, actor?

Looking good though.

Yet more of the interpretive dancing?

Will Ferrell: One inch of hair away from being Gene Wilder?

Could Helen Mirren have looked any more pleased when they wanted to take her home with them?

But she is rather wonderful.

Not quite as wonderful as Meryl Streep, who should have won for best actress, if only for the acceptance speech, because this year's Oscars is kind of lacking in great acceptance speeches.

Though it's certainly not lacking in interpretive dance.

On a sidenote: How great would it have been, if they had gotten, say, Robin Williams to do the interpretive dancing?

Half-way through and already I'm pining for something a little more Robin Williamesque. And this is only the roundup.

Though he might not have pulled off hoovering the carpet in front of Gwyneth Paltrow quite as smoothly as Ellen did.

Speaking of Gwyneth: Are sunken tits making a comeback?

Al Gore – giving new meaning to "it's not easy being green"? It certainly isn't very funny.

Cate Blanchett: One tailfin away from appearing in Splash – Swimming Against the Tide?

How many different Mexican-as-done-by-an-American ways are there to pronounce Innaritu? Not that I'd know how to pronounce it correctly. But Inrrrritu doesn't sound right. Nor does Im-a-rid-u. Which sounds a bit like a name for hair removal creme.

Speaking of hair: Did John Travolta borrow Ben Affleck's hairpiece fom Pearl Harbour?

Is aging the new agent?

Isn't it weird how Forest Whitaker made almost the exact same acceptance speech that Ellen suggested one should make in her opening monologue?

Bless him though.

George Lucas: One red overcoat away from being Santa Claus?

Would Lucas, Spielberg and Coppola have come, if it hadn't been so damn certain that Scorsese would win?

How cute is Martin Scorsese?

Dane Keaton: one whitewine spritzer away from breaking into interpretive dance?

Could someone not have matte-powdered Jack Nicholson's head before letting him on stage? Please?

Think that the titlemusic from The Departed is available as a ringtone? It's kinda neat.

Also? Das Leben der Anderen. Woo-hoo.
miss m. - 27. Feb, 00:03
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[lifestyles of the rich and the famous]
# 364
Das schnell vorab:

Als André Leon Talley Jennifer Hudson auf dem roten Teppich atemlos zur Wahl ihres Kleides gratulierte, das er ihr ausgesucht hatte, war ich SO kurz davor, doch die ganze Show zu gucken.
miss m. - 26. Feb, 14:42
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# 363
Die Person, die heute morgen in der U-Bahn beim ipodhören mitgeflötet und – peinlich! – mit den Fingern geschnippt hat?

Das wäre dann ich.
miss m. - 22. Feb, 15:17
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[lifestyles of the rich and the famous]
# 362
Mit leichter, aber zu erwartender Verspätung:

Berlinale.

Eigentlich habe ich keine Lust.

Natürlich habe ich ein schlechtes Gewissen, weil ich eigentlich keine Lust habe. Die Berlinale ist eine Veranstaltung die dazu verpflichtet, Lust darauf zu haben. Weil: Roter Teppich! Stars! Champagner! Würde man also sagen: Och, lieber würde ich die Berichterstattung zu Hause vor dem Frühstücksfernsehen machen, würden die Leute denken: Die spinnt wohl. Berlinale, ey. Roter Teppich! Stars! Champagner!

Also noch mal: Berlinale. Geilo!

Am Akkreditierungscounter hinter einer handvoll Spanier und vor zwei Däninnen gestanden, die – bei den Spaniern nehme ich es an, bei den Däninnen weiß ich es – die Filme des Tages diskutieren, ob schlecht, ob gut, ob in der letzten Szene nicht eine andere Kameraeinstellung besser gewesen wäre.

Jedes Jahr wenn ich am Akkreditierungscounter stehe, hinter und vor irgendwelchen Menschen, die schon ein paar Tage hinter sich haben, passiert das Gleiche. Ich bin drin. Ist ein bisschen wie Karaoke: Erst will man nicht. Und wenn man sieht, dass alle anderen auch wollen, will man plötzlich doch.

"Und, was sagt ihr von der Presse zu Vanity Fair?"

Der erste Abend ist gut. Wegen ihm. Weil der erste Abend immer gut ist. Man ist noch unverbraucht. Zudem: Die allernetteste Presseveranstaltung an dem Abend. Alle wieder getroffen. Hey, du hier, wie geht's, wen triffst du, gute Interviews? Innerhalb von zwei Stunden sämtliche verplanten Treffen und vertagten Mittagessen des letzten Jahres nachgeholt. Supereffektiv!

Direkt zu viel Rotwein gesoffen. Rotwein und Bier. Morgens zum ersten Mal seit dreizehneinhalb Jahren Nasenbluten gehabt.

Robert De Niro gibt eine Pressekonferenz und sagt nichts. Bewundernswert, wie sehr sich dieser Mann verweigert. Einerseits. Andererseits: Wenn man zu seinem eigenen Film schon nichts zu sagen hat, dann sollte wenigstens der Film eine Aussage haben. Wenn diese Aussage ist, dass Matt Damon gefühlte vier Stunden nicht mit Angelina Jolie schläft, dann hatte ich De Niro glatt unterschätzt.

Auch auf der Pressekonferenz: Martina Gedeck. Weil sie eine deutsche Schauspielerin ist und es sich hierbei um ein deutsches Filmfestival handelt. Matt Damon sieht wie immer aus wie ein Ministrant. Angelina Jolie ist nicht da. Brad Pitt auch nicht. Der hat zwar mit dem Film nichts zu tun, aber mit Jolie und schließlich haben sich die beiden gerade ein 600 Quadratmeter-Loft in Mitte gekauft, hätte man da nicht? Nein, hätte man nicht.

Das mit dem Loft stand ja in Vanity Fair.

Großer Mann mit Pferdeschwanz: "Name?"
Ich: "Frau S."
Großer Mann mit Pferdeschwanz: "Aha, aha. Zeitschrift?"
Ich: "A."
Kollege im Hintergrund: "Die mit der Hammerauflage, höhö."
Ich: "Ha!"
Großer Mann mit Pferdeschwanz: "Dass die Kollegen von der A. aber auch immer denken, sie kommen überall rein. Tststs. Nächstes Mal mit Visitenkarte, ja?"
Ich: "Klar."

Erstens: Die Kollegen von der A. denken, sie kommen überall rein? Huh? Was? Wer sind diese Kollegen? Wo sind sie? Warum weiß ich nichts von diesen Kollegen? Zweitens: Visitenkarten zu Hause vergessen. Na toll.

Beim Medienboard Berlin-Brandenburg, das viel lustiger ist, als der Name vermuten lässt, an vermischten Jungschauspielern aus Berlin-Brandenburg vorbei plötzlich die Jacob Sisters gesehen. In miamibeachhotelgrünen Hosenanzügen. Mit weißen Zwergpudeln. Die Frage, ob die das ernst meinen, oder ob es sich dabei um einen Versuch in Post-Ironie von Seiten des Veranstalters handelt, wird nicht geklärt.

Die Dame von der PR sagt dann noch, dass der Teppich im Ritz-Carlton schon deshalb indiskutabel ist, weil er von den Kleidern der Damen ablenkt.

"Und, was sagen Sie zu Vanity Fair?"

Weiter zu "Karl Lagerfeld cordially invites you…" auf Büttenpapier. Wieder mal festgestellt, dass die Exklusivität der Einladung in umgekehrtem Verhältnis zur Spaßigkeit der Party steht. Da steht man dann zwischen sauteuren Klamotten rum, weil die Party natürlich in DEM Klamottenladen überhaupt in Berlin veranstaltet werden muss, während ein wahrscheinlich extra aus Paris eingeflogener DJ bisschen Elektro spielt, und man versucht wenigstens etwas betrunken zu werden. Auftritt: Karl! Kameras, Fotografen, und alle versuchen, nicht zu gucken. Die Blechschmidt beugt sich zu ihm runter, Küsschen rechts, Küsschen links, einen Tag lang die Blechschmidt sein, das wär schon was. Als Karl! geht, kommt die Elsner – winzig, in fellweiß – an und wird von Karls! gay mafia Gefolge durch die Tür wieder nach draußen geschoben. Das könnte was bedeuten, muss aber nicht.

An der Garderobe gefragt worden, ob man nicht in "Rosenstrasse" mitgespielt hat? Nee. Aber du bist doch Schauspielerin? Nee, nee.

Seufz.

Obwohl: Der Kleine war ja höchstens 21.

Und hat mich wahrscheinlich verarscht.

Seufz.

Premiere "Die Fälscher". Dritte Party am zweiten Abend, der Zeitpunkt, ab dem man Salzstangen als Partyfood als inakzeptabel empfindet.

"Die People's Night war jedenfalls sehr langweilig. Aber der Champagner war schön kalt, wie immer. Das können die im Borchardts ja, dass der Champagner immer so schön kalt ist."

Im Pressezentrum an der von Rehlingen vorbei gegangen. Besser gesagt: Sie an mir. Handy am Ohr, Sevenforallmankindoderso Jeans, wichtig. Kurz darüber nachgedacht, wie es wohl wäre, die von Rehlingen zu sein.

Lieber nicht.

"Schon gehört, Vanity Fair ist vergriffen?"

Beim Berlinale-Starbucks den Wortwechsel "So... Sundance!" "Yeah, Sundance." überhört. Mit M. vorgestellt, im Berlinale-Starbucks ein Gespräch mit dem Satz "And then Clint said to me..." anzufangen.

Sharon Stone, die in einem "straight to DVD" (M.) Indiestreifen eine verhärmte Ehefrau spielt, redet auf der Pressekonferenz ausschweifend darüber, dass die moderne Gesellschaft es den Menschen nicht erlaubt, sich schlecht zu fühlen und sie stattdessen mit glücklich machenden Medikamenten versorgt. Das ist schon sehr deep.

Kollege W. will sie fragen, ob sie den Golden Raspberry Award persönlich entgegen nehmen wird. Traut sich 25 Minuten lang nicht. Schade.

ZDF. Kleines Fernsehspiel. Ein verbazter Laden irgendwo in Mitte. Draußen von einem wie für Mitte gecasteten Pärchen – selbst oder von Mutti gestrickte Wollmützen, Parka, Bierflasche in jeder Hand – was drinnen denn los sei. Drinnen: Brezen mit drei Sorten Butter, Kräuter, Knoblauch, Chili. Kalter Rotwein. Die lieben Kollegen. Katharina Schüttler, die so frisch aussieht, dass man ihr das Bier wegnehmen und eine Apfelschorle hinstellen möchte. Richy Müller, der Rasta trägt. Und ein deutscher Schauspieler, der aussieht wie der junge De Niro, aber mehr redet. Mhm.

Nachts. Schlaflosigkeit. Auch nach drei Tagen den Ausschaltknopf für die Klimaanlage nicht gefunden, dafür das Book of Mormon in der Nachttischschublade. Auf RBB die Pressekonferenzen angeguckt, die man tagsüber verpasst hat. Cate Blanchett ist unwirklich schön. Judi Dench sagenhaft lustig. Ob britische Damen einen Vertrag unterschreiben müssen, der sie ab eines gewissen Alters zur Witzigkeit verpflichtet?

Julie Delpy sieht in ihrer Verschafenheit Verschlafenheit ausgesprochen französisch aus, so sehr, dass man sich die ganze Zeit für die ausgesprochen geschmacklos eingerichtete Suite des Maritim entschuldigen will. Mit ihr eine halbe Stunde über die Liebe geredet. Die Delpy sagt: Es wird alles gut enden.

Der Taxifahrer fragt, wie sich ein Interview in vier Tagen bezahlt macht, weil, ich sach mal, wenn ich in vier Tagen nur einen Gast hätte, würd sich das nich rechnen.

Darauf weiß ich dann auch nichts mehr zu sagen.

Wieder in München und alle: Wie war's? So viele Stars dieses Jahr, nicht? Alle sind gekommen. Und die Partys? Jetzt sag schon! Die Moet-Party muss ja der Hammer gewesen sein.

Und ich: Wieder alles verpasst. Wieder nicht im Borchardts gewesen. Auch nicht bei Moet. Natürlich schlechtes Gewissen gehabt.

Übrigens: Nur noch sechs Tage bis zu den Oscars.

Nachzulesen dann in Vanity Fair.
miss m. - 19. Feb, 16:19
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[soundtrack]
# 361
Wie merkwürdig es wäre, wenn man Musikern wirklich so nah wäre, wie man sich ihnen fühlt.

... I thought "Oh no, I have so much farther to go". That's true about my life in general and that's where I got the idea for the chorus for this song. We recorded the song in Philadelphia in Denisons bedroom.

Rosie Thomas über "Much Farther To Go"

Ich bin SO KURZ davor, ihr einen Liebesbrief zu schreiben.
miss m. - 15. Feb, 00:00
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[a work in progress]
# 360
At first it's like this: Surprise! Tiny bubbles bursting in your bloodstream. After which comes this: You're on the hook. Just a matter of time now before you're pulled up on land.
Then: Suspension. You wait. You wait. You get uncertain. Did that really happen? Will it happen again?
When it does: You go there. You let your guard down. It's too sweet a promise not to.
And then: You lose.

Again.

Shit!
miss m. - 6. Feb, 00:00
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[lifestyles of the rich and the famous]
# 359
Die Mischung aus Ekel, Faszination, Ungläubigkeit und – oha! – Mutterinstinkt während man Peter Doherty dabei zusieht, wie er sich eine Spritze setzt. Und drückt. Und drückt. Und drückt. Müsste er nicht langsam mal tot sein? So zur Abwechslung?
miss m. - 5. Feb, 15:48
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[the arts]
# 358
wiegeilistderdenn?!
miss m. - 1. Feb, 10:03

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